3D-Druck verdrängt Zerspanung nicht - es ergänzt

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An dem Thema „Additive Manufacturing“ kommen wir aktuell auf keiner Messe, in keinem Newsletter vorbei. Der 3D-Druck wird erwachsen, so heißt es. 

Viele Hersteller in der Zerspanungsbranche sahen bereits einen enormen Umbruch der Produktionsverfahren und Ketten. Nach und nach kamen Produkte auf den Markt, die sowohl Zerspanungsverfahren als auch additive Manufacturing vereinten. 

Studie zu Risiken und Chancen im AM

Entwarnung für die Zerspanungsindustrie gibt eine Studie des Branchenverbands VDW zu Chancen und Risiken im Additive Manufacturing.

Zumindest für die kommenden fünf bis sieben Jahre werde die additive Technik bestehende Verfahren nur zu 1 Prozent substituieren, so Myron Gras, Partner bei der KEX Knowledge Exchange AG in Aachen, die mit der Studie beauftragt wurde. 

Das wichtigste Ergebnis

Ausgehend von 40 Prozent Zuwachs pro Jahr für die additiven Verfahren wird weniger als ein Prozent der bestehenden Technologien durch additive Verfahren ersetzt. Dies würden also nur leichte Verschiebungen im künftigen Produktionsmix bedeuten.

Gründe für diese gehemmte Entwicklung sehen Experten vor allem in den Kosten und der Bearbeitungszeit. 

Spannend bleibt aber die Entwicklung von hybriden Maschinen, die Funktionalität für additive Fertigung in konventionelle Maschinenkonzepte integrieren. 

Wie zum Beispiel ist die Integrationsfähigkeit von AM-Anlagen in das klassische Produktionsumfeld. 

„Wir stellen fest, dass sich Additive Manufacturing im Metallbereich als weitere Fertigungstechnologie in die bestehende Wertschöpfungskette der Metallbearbeitung integriert“, resümiert VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer.