Klimapolitik bietet Chancen für Produktionstechnik

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Klimapolitik bietet Chancen für Produktionstechnik

Die aktuelle Klimapolitik kann als Chance für die Produktionstechnik in Deutschland gesehen werden. Politiker sollen den Transfer von neuen Technologien beschleunigen, das fordert die WGP.

Ein bedeutendes Ziel der Industrie sowie der Bundesregierung ist es, gegen den Klimawandel vorzugehen. Prof. Berend Denkena, Präsident der WGP und Leiter des Instituts Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz-Universität Hannover erläutert: „Für die Umstellung auf erneuerbare Energien und eine umweltgerechtere Produktion braucht es jedoch auch gesetzliche Vorgaben für einen schnellen Transfer der neuen Technologien in die Unternehmen. Nur dann können wir das 2-Grad-Klimaziel erreichen. Darüber hinaus könnten die Innovationen zu einer großen Marktchance für unseren Mittelstand werden.“

Der Zusammenschluss führender produktionstechnischer Professoren Deutschlands (WGP) forscht an ressourcen-und energieeffizienten Technologien sowie Produktionsprozessen. Anfang Oktober zeigten Professoren neue Wege für eine umweltgerechte Industrie auf dem WGP Jahreskongress. 

Umstellung auf regenerative Energien

Spätestens bis 2050 sollen 80 Prozent des Energiebedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Um diese Ziele zu erreichen, forschen zahlreiche WGP Institute an unterschiedlichen Projekten. „Wenn wir den Energiebedarf der Industrie mit dem bekanntermaßen schwankenden Angebot erneuerbarer Energien synchronisieren, sind drastische Einsparungen sowie Steigerungen der Effizienz möglich – und das bei sinkendem CO2-Ausstoß“, erklärt Prof. Eberhard Abele. Abele ist im WGP-Präsidialausschuss und leitet das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt.