Messtechnik und neue Technologien als Schlüsselfunktion

Schroer Beitrag

Messtechnik und neue Technologien als Schlüsselfunktion

In der Werkzeugfertigung wird ein hohes Maß an Qualität und Präzision verlangt. Worauf es bei der Fertigung von Präzisionswerkzeugen ankommt, zeigen Aussteller auf der METAV 2020.

Werkzeuge sollten ihre Aufgabe mit einem Höchstmaß an Produktivität und in hoher Qualität liefern. „Besondere Herausforderungen für die Fertigung ergeben sich bei speziell anzufertigenden Sonderwerkzeugen, wie spezifisch angepasste Stufen- oder Feinbohrwerkzeuge. Bei diesen Werkzeugen ist häufig entscheidend, wie schnell sie realisiert werden können“, so Prof. Dirk Biermann, Leiter des Instituts für Spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund.

Damit Werkzeughersteller Forderungen nach kürzeren Lieferzeiten für Sonderwerkzeuge gerecht werden können, haben führende Werkzeughersteller in der Vergangenheit enorme Fortschritte erzielt. Besonders die additive Technik hat viele Vorteile. Bierbaum ergänzt: „Darüber hinaus sind gezielte Entwicklungen von großer Bedeutung, zum Beispiel in Form einer geeigneten Schneidkantenpräparation oder Schichtnachbehandlung. Ziel ist dabei, die Präzisionswerkzeuge gerade für die Bearbeitung von anspruchsvollen Höchstleistungswerkstoffen richtig auszulegen.“

Thomas Feile, Versuchsingenieur bei der Mapal Dr. Kress KG sagt: „Natürlich bedarf es bei der Fertigung von µm-genauen Werkzeugen eines modernen Maschinenparks und hochqualifizierter Mitarbeiter, unter anderem beim Schleifen der Werkzeuge.“ Ein weiterer Aspekt, der für den Präzisionswerkzeughersteller sehr wichtig ist, besteht in der Durchgängigkeit der Daten und damit im prozesssicheren Austausch von Dateien und Informationen, beispielsweise aus der Konstruktion, der Arbeitsvorbereitung und aus der Fertigung.

Mit neuen Lösungsansätzen die Leistungsfähigkeit erweitern

Ein wichtiges Thema in der Werkzeugfertigung sind innovative Technologien. Thomas Feile betont: „Wir möchten für unsere Kunden das bestmögliche Produkt fertigen. Deshalb setzen wir auch auf neue Lösungen. Ein Beispiel dafür ist die additive Fertigung, mit der wir unter anderem unsere Hydrodehnspannfutter hinsichtlich Temperaturbeständigkeit und Geometrie erheblich optimiert haben.“